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© Geistlich Biomaterials
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Nach der Entfernung eines Zahnes finden sehr vielfältige Umbauvorgänge im Knochen statt. Der Körper ersetzt den Platz des ehemaligen Zahnes automatisch mit neugebildetem Knochen. Leider erfolgt dies nicht in allen Fällen in einem für Zahnimplantate ausreichenden Maß.

Eine der Hauptvoraussetzungen für das Einwachsen von Zahnimplantaten ist, dass das Implantat allseits von Knochen umgeben ist. Nur so kann sichergestellt werden, dass das Implantat stabil verankert ist und die notwendige Ruhe zum Einheilen bekommt.

In besonderem Maße kommt es nach einer Zahnentfernung im Bereich der Oberkiefer-Backenzähne zu einem Knochenschwund. Dieser Effekt verstärkt sich, umso länger der Zeitpunkt der Zahnentfernung zurückliegt. Da der Knochenabbau im Oberkiefer innerhalb der Kieferhöhle (Sinus maxillaris) erfolgt, lässt sich dieser von Außen nicht feststellen und kann nur anhand eines Röntgebildes beuteilt werden.

Reicht das Knochenangebot für eine Implantation nicht aus, ist dies jedoch kein Grund zur Sorge. Mit den modernen Knochenaufbau-Techniken kommen Sie trotzdem vorhersagbar zum Ziel!

Im Folgenden werden wir Ihnen 2 verschiedene Techniken zum Knochenaufbau im Oberkiefer darstellen. Der interne Sinuslift dient zum Augleich kleinerer Knochendefizite. Ein offener Sinuslift findet dann Anwendung, wenn nur sehr wenig Knochen vorhanden ist.

Offener Sinuslift

Die Operation beginnt damit, dass durch ein kleines Knochenfester eine Verbindung zwischen Mund- und Kieferhöhle geschaffen wird. Die gesunde Kieferhöhle ist mit einer sehr dünnen Haut (Schneider'sche Membran) ausgekleidet. Diese wird mit speziellen Instrumenten vorsichtig angehoben ("liften").

So wird Platz geschaffen für Implantate und Knochenaufbau. Zum Aufbau des Knochens verwenden wir einen schwammartigen Kunstknochen (Bio Oss, Fa. Geistlich, Wolhusen / Schweiz). Klinische Studien und unsere eigene Erfahrung bescheinigen diesem Material ein ausgezeichnetes Einheilverhalten und eine hervorragende Körperverträglichkeit.

Nach einem speicheldichten Wundverschluss heilen Implantate und Knochenaufbau etwa 5 Monate ein. Während der Einheilphase baut Ihr Körper den künstlichen Knochen zu körpereigenem Knochen um. Im Anschluss daran können die Implantate von Ihrem Zahnarzt mit einer Zahnkrone versorgt werden.


Interner / geschlossener Sinuslift

Hierbei wird im Anschluss an die Implantation der Kieferhöhlenboden mit Spezialinstrumenten leicht nach oben verlagert. Dieses Vorgehen ist durch die Implantatbohrung möglich und erfordert kein zusätzliches Knochenfenster zur Kieferhöhle.

Der interne Sinuslift ist jedoch nur in Fällen möglich, in denen nahezu ausreichend Knochen für die nachfolgende Implantation vorhanden ist. Auf Kunstknochen kann dabei meist verzichtet werden.